150-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos

Kategorie: Veranstaltungen

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Eine tolle und dem Anlass würdige Kulisse an der Seebühne im Sportpark

Ein großes Jubiläum und ein Fest für alle!

Für fünf Tage ausgelassenen Feiermarathon- Wahnsinn, gigantische Lebensfreude und Gänsehaut- Momente. Es ist ein denkwürdiges Meilenstein-Spektakel, das der gelebte Zusammenhalt aller Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos möglich macht. Es sind deren Hände, die anpacken, wo es nötig ist, die im Akkord schaumige Massen zapfen, mit Herzblut Burger bauen und Grillwürste wenden, riesige Tellerberge spülen, ungezählte Bierbänke auf- und abbauen und diese mit Liebe zum Detail schmücken, damit andere Platz nehmen und genießen können.

Höchste Professionalität ohne einen Cent Lohn
Seit 150 Jahren retten Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos, wie es für alle Wehren gilt, ihre Mitmenschen aus Todesgefahren und löschen verheerende Brände, wie vor kurzem im Ahornweg. Sie bergen Unfallfahrzeuge und schützen vor Umweltkrisen und Katastrophen – auch unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Im Ernstfall fragen die Schutzengel in Uniform nicht nach Herkunft oder Gesinnung der Opfer, sie retten bedingungslos jedes einzelne Leben, unermüdlich an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr – sogar jene, die sie während eines Einsatzes beschimpfen oder beleidigen. Es ist ein zutiefst menschlicher Einsatz. Die Freiwilligen erhalten für ihre Bereitschaft anderen zu helfen kein Geld, dennoch sind sie verpflichtet ihren Dienst professionell auszuüben. Dazu sind unzählige Übungsstunden notwendig – in der Freizeit.

Begeisterung pur auf dem Festplatz
Das selbstlose Engagement für andere bietet zweifellos die Basis für ein XXL-Fest. Um bei dem Großprojekt zu helfen, kommen sogar Kameraden, die weit weg wohnen, wie der ehemalige Hallbergmooser Manfred Sigl oder „Basti“ Sebastian Then von der Feuerwehr Baden-Baden. Denn die Wehr feiert nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, vielmehr organisiert sie gleich mehrere Tage auf dem Volksfestplatz mit zahlreichen Höhepunkten für alle Mitbürger: „Es ist ein weiteres Jubiläumsfest eines Vereins, das beweist, wie die Menschen hier zusammenwachsen. Darauf bin ich nicht nur stolz, für mich ist es wert dafür Bürgermeister zu sein“, zeigt sich Benjamin Henn beeindruckt und staunt: „Einfach schön, so etwas zu sehen. Was sie auf die Beine stellen, ist einfach cool. Den Eurofighter hierher zu bekommen oder den Tag der Hilfsorganisationen zu organisieren, die Bands und so vieles mehr. Sie schaffen hier eine Qualität – unfassbar.“

Traum-Kulisse sorgt für Gänsehaut-Momente
Während der Feierlichkeiten jagt vom Auftritt der Kult-Band LaBrassBanda über den Publikumsmagnet „Tag der Hilfsorganisationen“ bis zum gehaltvollen Blaulicht-Tower ein Höhepunkt den nächsten. Dennoch beantworten Kommandant Richard Busl und Vereinsvorstand Thomas Henning die Frage nach ihrem persönlichen Highlight unisono: „Ganz eindeutig der Festsonntag!“ Beide äußern sich begeistert über die vielen anwesenden Vereine, die während des Gottesdienst gegenüber der Seebühne das Ufer zwischen Bäumen, Schilf und Wiese unter weiß-blauen Sommerhimmel säumen. Manuela Ring, die sich „total freue“, Festmutter sein zu dürfen, erlebt die Zeit als aktives Mitglied der Wehr mit einem Ehemann, der „ebenfalls seit Ewigkeiten seinen Dienst“ leiste, als riesige Ehre. Begeistert stimmt mit ein: „Für mich war der schönste Moment auf der Seebühne im Sportpark während des Festgottesdienstes zu stehen und das an meinen Lieblingsort hier in der Gemeinde. Der Ausblick, der Weiher, die schöne Trauerweide, die Vereine mit ihren Fahnen und das Wetter wie gemalt – was kann man sich mehr wünschen?“ Kreisbrandrat Manfred Danner lobt vor allem die Einsatzbereitschaft der Wehr in Zeiten wachsender Anforderungen, bedingt durch Wachstum des Ortes oder neue Aufgaben durch den spürbaren Klimawandel. Passende Worte findet Pfarrer Thomas Gruber: „Es ist immer die gemeinsame Verantwortung, die die Menschheit trägt. Natürlich gibt es die verschiedenen Aufgaben und Verantwortungszuständigkeiten, aber keine Hand allein ist so schwach, dass sie keinen Beitrag leisten könnte.“ Wahrer Fortschritt, so Gruber, entspringe „stets einem Herzen, das für andere offen ist, einer Intelligenz, die bereits ist, zuzuhören. Einem Willen, der mehr sucht, was verbindet, als das, was trennt.“

Gelebte Freundschaft, auch weit über die Landesgrenzen hinweg
Die Gemeinsamkeiten findet die Hallbergmooser Feuerwehr unter anderen in ihrer Partnerwehr Attaching. Vorstand Jan Frey würdigt den „tollen Abend mit schönen Spielen beim Patenbitten im April“ in ihrer Sporthalle. Dort meistern die Bittenden ihre Herausforderungen mit Bravour, wie er betont: „Es heißt ja lieber Feste feiern als feste arbeiten. Die Hallbergmooser Kameraden haben bewiesen, dass beides gleichzeitig geht.“ So resümiert Frey: „Wir waren immer gerne da, es wurden keine Wünsche offengelassen, wir haben die Patenschaft erneut beschlossen.“ Auch die Kameraden der Partnerwehr St. Veith an der Glan machen sich aus Kärnten auf, um ihre Freunde in Bayern hochleben zu lassen. Obwohl die Mission eindeutig ist, sind sich die oberösterreichischen Freiwilligen bis zur letzten Sekunde nicht einig, wer ans Rednerpult für eine Laudatio treten soll, gesteht Kameradschaftsführer Herwig Höfferer verschmitzt: „Wir haben gerade erst ausgemacht, wer reden soll, deshalb habe ich auch keine Zettel.“ Das sei „vielleicht auch ganz gut so“, meint Höffer lachend: „Weil, wenn ich das auf Zetteln vorbereite, sitzen wir noch in einer Stunde noch hier.“ Höfferer zeigt sich von der gewohnt perfekten Organisation seiner Freunde angetan: „Ich freue mich schon jetzt auf die Kameraden, wenn sie in wenigen Wochen zu uns nach St. Veith kommen.“

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Großartiger Einzug ins Festzelt
Pünktlich zur Mittagszeit, gerade als die Mägen erste Unmutsäußerungen von sich geben, heißt es für alle: „Vor dem Essen sollst du nicht ruhen, sondern 1000 Schritte tun!“ Aufstellung zum Festumzug und Marsch auf einer festgelegten Route. Der Spielmannszug gibt den Takt hinter dem historischen Feuerwehrfahrzeug, der legendären Liesel (Baujahr 1923), vor. Wie ein Tausendfüßler bewegt sich der lange, prächtige Zug durch Teile des Ortes bis zu einer Kehrtwende. Indes entwickelt sich ein wohlriechender Duft im und um das Festzelt herum und erinnert den Geruchssinn der Anwesenden: „Das Essen ist fertig!“ Just bevor sich die leeren Bäuche allzu vehement äußern, erreichen die Teilnehmer das Festgelände und schreiten durch das symbolische Eingangstor, gebildet von zwei alten, hölzernen Leitern. Dahinter stehen in einer breiten Gasse die Gastgeber und weisen mit viel Applaus den Weg direkt ins Festzelt.

Stimmungsgaranten treiben noch einmal zur Höchstleistung
An allen Stationen stehen schon die rund 70 Feuerwehrler und Profi-Kellner bereit, um die Gäste im Turbotempo zu bewirten. Wer drinnen keinen Platz findet oder gerne ein laues Lüftchen genießt, lässt sich im temporären Biergarten nieder. Dazwischen präsentiert Fahnenmutter Inez Eckenbach-Henning, das neue Taferl der Wehr, liebevoll von ihr bemalt. Kaum ist der letzte Bissen runtergeschluckt, geht es zu einer ersten intensiven Bewegungseinheit über – rhythmisch begleitet durch die legendäre und souveräne Party-Band „zruck zu dir“. Die Truppe outet sich im Interview als absolute Fans der Ehrenamtler: „Wir haben ja alle etwas mit der Feuerwehr zu tun. Wenn man in Not ist und sie braucht, sind sie zur Stelle. Bei so einem Fest muss man die Feuerwehr einfach nur feiern. Wir wünschen uns, dass sie heute so richtig die Sau rauslassen und sich selbst, ihre top Organisation und jeden, der da mithilft, feiern.“ Nach einer ersten Runde bewährter Hits gibt es zum Cool-Down für die anwesenden Vereine, neben jede Menge „Schaumige“, das Gastgeschenk: eine Holztafel mit Schriftzug und Plakette, die an das Ereignis erinnern soll. Stephan Zobel, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Goldach freut sich: „Es ist ein wunderschönes Festsonntag, vielen Dank für die Einladung.“

Chronik eines Festwochenendes der Superlative
Der Sonntag markiert das Ende der Mammut-Veranstaltung, die mit einer Beerpong- und Malleparty beginnt und am Fronleichnam mit dem Tag der Hilfsorganisationen weitergeht. Neben vielen Feuerwehren, die ihre Spezialausrüstungen wie Löschroboter, Boote oder Suchhunde zeigen, ist auch eine Einheit der Polizei vor Ort. Rico Schmidt gehört zu Drohneneinheit des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, die am Flughafen München stationiert ist und erklärt: „Wir sind hier mit speziell für Behören gebaute Drohnen und können damit prinzipiell das, was ein Hubschrauber macht, ohne Leute hochschicken zu müssen. Klassiker sind die Vermissten- oder die Straftätersuche.“ Etwa einmal täglich komme die Einheit zum Einsatz, die vom Starnberger See bis ins Altmühltal und von Landshut bis Landsberg (München ausgeschlossen) zuständig sei. Geduldig erläutern sie Interessierten alle Fragen: „Privatpersonen dürfen nicht höher als 120 Meter fliegen, auch wenn die Drohne technisch mehr kann. Es gibt dazu gute Onlineschulungen, das wäre sehr hilfreich.“ Nach der ausführlichen Infoveranstaltung und Probesitzen im Eurofighter gibt die dreiköpfige Akustik-Party- und Coverband Band Monaco Ale ihr Bestes und sorgt unter Nimmermüden für Stimmung.

LaBrassBanda hautnah – Newcomer machen Alarm
Der Freitag gehört schließlich komplett der Musik: Falls jemand die aus Übersee am Chiemsee stammende Blasmusikgruppe LaBrassBanda um den charismatischen Leadsänger und Trompeter Stefan Dettl tatsächlich noch nicht gehört hat – nur so viel: Ihr Bayerischer Gypsy Brass, Funk Brass oder Alpen Jazz Techno brennt jede Hütte ab. Die Band kennt keine Berührungsängste und mischt sich zur Freude ihres Publikums für eine Nummer sogar unters Volk – mehr geht kaum. Schon die Vorband sorgt für ein kleines Ausrufezeichen. Beppo, Jagge & Tom treten an. Der studierte Betriebswirt Tom (28), Landschaftsgärtner Beppo (17) und Mechatroniker Jagge (17) aus dem Erdinger Landkreis spielen seit geraumer Zeit zusammen: „Aber Vorband für LaBrassBanda ist schon krass.“ Lampenfieber haben die Jungs eher nicht: „Bissal Schiss hat man immer, wenn man in so einem Zelt spielen darf, aber das gehört dazu. Für uns ist es eher Ansporn unser Bestes zu geben. Wir geben Vollgas und 110 Prozent.“ Spätestens jetzt hat sich das mit „Geheimtipp“ erledigt, sind sich die Zuhörer einig und fordern skandierend Zugabe.

Das erste Mal ist überwältigend
Einen Abend später geht es auf dem Weinabend eher „gmiatlich“ zu: Zeit zum Durchschnaufen, und zwar zum tiefen – denn ein Moment sorgt für viele Emotionen. Manuela Ring zieht aus einer Trommel das Gewinnerlos der Tombola mit einem feurigen Hauptgewinn: Das ehemalige Dienstfahrzeug des Kommandanten. Der Überglückliche heißt Christoph. Fun Fact: Der 39-jährige Metzger und Vater von Zwillingen aus Mehringen gehört zum eingesetzten Security-Personal. Noch Minuten später äußert sich der Hüne sichtbar überwältigt: „Ich sehe, es geht bergauf. Ich habe eine eher schwierigen Zeit hinter mit. Es ist das erste Mal, dass ich außer Erfahrung, etwas gewonnen habe. Bisher nie, egal ob ich Lose an der Bude gezogen habe oder sonst was. Das muss ich erst einmal sacken lassen, bin noch ganz aufgeregt.“ Dennoch vergisst er die Feuerwehrler aus Hallbergmoos nicht: „Mir tut es nur ein wenig für die Kameraden leid, die selbst so viele Lose gekauft haben, um es in den eigenen Reihen zu halten. Aber sie haben mir gesagt, dass sie sich für mich freuen.“

Fazit vom Rathauschef
Benjamin Henn äußert sich noch einmal überwältigt: „Wir alle können einfach nur stolz sein auf diese unglaubliche, sichtbare Kameradschaft. Sie müssen zusammen durch dick und dünn, sie müssen sich blind aufeinander verlassen können. Leider gibt es das Vorurteil „die Feuerwehren feiern nur“, immer noch. Ich sehe das so: sie müssen feiern für den Zusammenhalt, denn der ist das Wichtigste für die harten Einsätze.“ Und dann ganz zum Schluss machen es die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos endlich: Sie lassen los, die Sau raus und feiern sich selbst!

Absolut „Daumen hoch“ für den überwältigenden Feiermarathon der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos!

Statements und Gedanken des Kommandanten und des Vereinsvorstands nach der großen Sause:

Richard Busl, Kommandant (re.): „Der Sonntag war definitiv überragend. Nichts Spezielles, sondern alles zusammen hat´s ausgemacht. Die andere Wehren haben uns Komplimente gemacht, dass sie noch nie einen so gut organisierten Festsonntag erlebt haben. Das sind so Punkte, da darfst du schon stolz sein. Es war einfach perfekt.“ „Für mich gab es einige emotionale Momente. Wenn mir jemand aus der Mannschaft entgegengekommen ist und trotz der irren Arbeit, die sie hatten, noch abgeklatscht hat, fand ich es einfach geil. Das Wir-Gefühl war für mich das Coolste. Auch die persönlichen Worte der Redner am Festgottesdienst und deren Rückhalt zu spüren, war ein gutes Feeling.“ „Der Blick von der Seebühne auf all die Menschen und Fahnen hat mich sehr beeindruckt oder auch als wir auf der Bühne standen und die Gastgeschenke überreicht haben. Wenn man da runter schaut und die Stimmung im Festzelt spürt, waren das mega Augenblicke. Es tat gut, das zu erleben.“ „Irgendwann fiel alles nach und nach von uns ab und dann war Party pur. Da haben wir selbst gefeiert.“ „Ich bin wahnsinnig stolz auf „meine“ Mannschaft und Kommandant dieser Mannschaft zu sein. Ich finde, wir sind die geilste der Welt. Hut ab vor dem, was alle geleistet haben, auch unsere Partner. Sie müssen nicht nur unterm Jahr immer wieder auf uns verzichten, Sie haben mitgearbeitet, niemand war sich für irgendetwas zu schade. Sie haben gespült, ohne zu murren und wollten nicht nur die „schönen“ Dienste vorne machen. Ich sag doch: geilste Mannschaft der Welt.“

Thomas Henning, Vereinsvorstand (li.): „Nach den Tagen ist die Stimme a bissal rau, aber sonst passt alles. Ich habe gestern einen Reset durchgeführt, jetzt bin ich geduscht und gestriegelt – alles gut!“ „Am meisten hat mich der Sonntag mit dem Gottesdienst geflasht. Es war total geil. Vor allem der Blick von der Seebühne war einfach gigantisch mit den vielen Feuerwehren. Partymäßig war LaBrassBanda ohne Frage der Burner. Aber eigentlich war alles toll. Beim Weinfest saßen die Leut´ drinnen und draußen, damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ „Wir sind rundum zufrieden, damit wie alles gelaufen ist, auch von der Mannschaft her. Jeden Tag waren rund 70 Leute im Einsatz. Es gab keine bösen Worte, alles lief spezlmäßig ab. Ich bin total begeistert von dieser Mannschaft.“ „Was mir emotional nahe gegangen ist, waren die Festreden, insbesondere von der Festmutter Manuela. Auch das Feeling, wie sie zu diesem Amt gestanden ist. Sie ist voll aufgegangen hatte leuchtende Augen, das war nur super.“ „Großartig fand ich auch unsere Partnerwehr, die jeden Tag vertreten war. Auch St. Veit war voll am Start, haben sogar ausgeholfen. Super gigantisch! Sie sind mit einem Lächeln heimgefahren. Wir sind eine Familie.“ „Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft. Wie sich jeder für dieses Fest eingesetzt hat und wirklich jeder jedem geholfen hat, war für mich ein absoluter Hammer. Da hat niemand etwas gesagt, wenn etwas war, sondern direkt geholfen. Ich habe absolute Hochachtung vor jedem einzelnen.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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