Nachbarschaftshilfe feiert runden Geburtstag

Kategorie: Jubiläum

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Josef Fischer (dritter Bürgermeister) gratuliert zur 30+1 Jahre der in Hallbergmoos-Goldach und Martina Wilkowski zu 20 Jahren Vorsitz NBH.

Seit 30 Jahren miteinander füreinander

Im Garten stehen liebevoll dekorierte Biergartentische, ein kleiner Flohmarkt wartet auf Kunden, genauso wie die Kleiderkammer und im Repaircafé tüftelt ein kleines Team daran, kaputte Geräte wieder flott zu bekommen. Ein Jahr später als geplant, dafür mit viel Sonnenschein feiert die Nachbarschaftshilfe (NBH) ihren 30. Geburtstag. „Vergangenes Jahr waren wir pandemiebedingt noch unsicher“, erklärt die Vorsitzende der NBH Martina Wilkowski: „Wir wollten mit einem Tag der offenen Tür feiern, weil es die einfachste, beste und lockerste Möglichkeit für die Leute ist, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir suchen ja auch immer Nachwuchs, beziehungsweise Leute, die mithelfen.“ Bürgermeister Josef Niedermair würdigt in seiner Festschrift die NBH als „feste Konstante“, die „heut ́ nicht mehr aus unserer Mitte wegzudenken“ sei.

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Von der spontanen Hilfsaktion zur fixen Einrichtung

Was vor drei Jahrzehnten mit einer Hilfsaktion für Kroatien beginnt, entwickelt sich über die Jahre zu einer wichtigen Institution und Anlaufstelle für Haarer Bürger. Rund um die Vereinsgründung 1996 bis Ende der 1990-er Jahre, erweitert sich das Angebot vor allem für Kinder stetig. „Heute reicht unsere Arbeit von der Kleinkindbetreuung bis zur Seniorenangeboten.  Wir haben das Zwergerlstüberl, den Babysitterservice, unseren Asylhelferkreis und die Seniorenhilfe“, zählt Wilkowski auf: „Einen besonders großen Teil betrifft die Tafel, daran angegliedert ist die Einzelhilfe.“ Von Beginn prägen die Arbeit der Ehrenamtlichen zwei Leitlinien, so Wilkowski, die bereits seit 20 Jahren den Verein als Vorsitzende verantwortet: „Die Hilfe zur Selbsthilfe und das Miteinander füreinander.“

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Lösungen gefragt

So stark das Motto unter den Ehrenamtlichen in der NBH gilt, so groß ist die Herausforderung die Einrichtung durch die Pandemie zu bringen, erinnert sich Wilkowski: „Corona war schlimm, weil es schwierig war den Betrieb aufrecht zu erhalten, aber das wollten wir unbedingt und das haben wir geschafft.“ Beinahe täglich muss sie während der Zeit wegen neuer Regelungen und Vorschriften Anpassungen vornehmen. „Hinzu kam, dass die Phase noch nicht ganz vorbei war, als der Ukrainekrieg mit den Kostenexplosionen losging. Anfangs haben wir tatsächlich weniger Lebensmittel bekommen, weil die Geschäfte knapper kalkuliert haben, das hat sich glücklicherweise nach einer kurzen Phase wieder normalisiert.“ Generell steigen die Zahlen im „Bedürftigenbereich“ deutlich. Die Situation verschärfe sich außerdem, weil es keinen bezahlbaren Wohnraum gebe, mahnt Wilkowski: „Wir haben Aufnahmestopp, weil zu viele zu uns kommen. Hier ist wirklich die Politik gefordert, vor allem das zuständige Amt in Freising. Die schicken immer mehr Leute zu uns, aber das ist ja nicht unsere Aufgabe. Es ist einfach sehr bequem, aber das geht nicht, das können Ehrenamtliche nicht stemmen“, kritisiert Wilkowski.

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Würdigung

Martina Wilkowski träumt “nicht mehr viel mehr, weil eigentlich haben wir schon sehr viel“. Sie hofft aber auf zukunftsnahe Lösungen, um die Ehrenamtlichen zu entlasten und darauf immer wieder neue Unterstützer für die Arbeit begeistern zu können: „Ich freue mich sehr, wenn sich potentielle Helfer bei uns melden. Bei uns ist es sehr offen, wie geholfen werden kann. Für mich ist die Währung des Ehrenamtlichen seine Zeit. Der eine hat ein paar Stündchen Zeit, der andere mehr.“ Zeit, für die sich Rathauschef Niedermair bedankt: „Die über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren viele Stunden ihrer Freizeit, um anderen bei der Lösung von Problemen zu helfen. Angepasst an die Bedürfnisse derer, die Hilfe und Unterstützung suchen, wird das Angebot stetig erweitert, in den Grenzen des Möglichen. Das verdient Lob und Anerkennung, Respekt und Wertschätzung, einfach gesagt ein großes Danke.“

 „Die Hilfe zur Selbsthilfe und das Miteinander füreinander.“

„Corona war schlimm, weil es schwierig war den Betrieb aufrecht zu erhalten, aber das wollten wir unbedingt und das haben wir geschafft.“

„Ich freue mich sehr, wenn sich potentielle Helfer bei uns melden. Bei uns ist es sehr offen, wie geholfen werden kann. Für mich ist die Währung des Ehrenamtlichen seine Zeit.“

Martina Wilkowski, Vorsitzende der NBH.

Das verdient Lob und Anerkennung, Respekt und Wertschätzung, einfach gesagt ein großes Danke.“

Josef Niedermair, Bürgermeister

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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