Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos einstimmig wiedergewählt

Kategorie: Aktuelles

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V.l.n.r. Richard Busl (Zweiter Kommandant), Walter Schreck (Erster Kommandant), Michael Scherr (Erster Kassier), Bernhard Neumüller (Erster Kassenprüfer), Thomas Henning (Erster Vorstand), Michael Kraus (Zweiter Vorstand), Franz Weiß (Zweiter Kassier), Daniel Ring (Schriftführer) und Bürgermeister Josef Niedermair. Auf dem Bild fehlt Ingo Gössel, Zweiter Kassenprüfer.

Gelebte Kameradschaft

Auch im Jahr 2020, „in dem die Pandemie auch vor Bayern nicht Halt macht, steht die Freiwillige Feuerwehr super ihren Mann und ihre Frau, die Zusammenarbeitet ist hervorragend“, betont Thomas Henning, Erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos, auf der Jahreshauptversammlung. Neben den 47 wahlberechtigten Mitgliedern feiert Bürgermeister Josef Niedermair, in seiner Funktion als Dienstherr, Premiere. „Als neuer Bürgermeister verspreche ich euch, mich für euch einzusetzen und dafür zu sorgen, das zu bekommen, was ihr braucht.“ Niedermair weiß, was es bedeutet, nachts ausrücken zu müssen: „Ich war vier Jahre bei der Feuerwehr und habe totalen Respekt für jeden, der sich für den Bürger oder Fremde einsetzt, die er aus Autos retten muss. Ihr seid eine tolle Truppe.“ Allerdings falle ihm das eingeschaltete Martinshorn auf, jedes Mal, wenn die Feuerwehr am Rathaus vorbeifahre: „Ich frage mich, ob ihr mich an etwas erinnern wollt? Deshalb muss ich das Thema Umbau ansprechen. Ich bin neu im Amt, möchte es korrekt und verantwortungsbewusst machen, es geht um viel Geld.“ Bisher sei in der Frage nichts entschieden, aber er wolle erst alle Möglichkeiten in Betracht ziehen: „Das entscheide nicht ich, sondern 24 Gemeinderäte mit dem Bürgermeister gemeinsam.“ Für Thomas Henning ist es unter anderem ein emotionales Thema: „Wir haben gewisse Vorstellungen, ich will natürlich das Beste, dafür kämpfe ich leidenschaftlich und wir brauchen zeitnah eine Lösung“, unterstreicht der Erste Vorstand und bedankt sich gleichzeitig beim Rathauschef direkt: „Chapeau, toll, dass du unvoreingenommen bist. Gemeinsam mit den Gemeinderäten werden wir sicher ein gutes Ergebnis erzielen können.“

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Positive Außendarstellung

Der Blick auf 2020 ist kurz. Bis auf drei „Events“ findet bekanntermaßen coronabedingt nichts statt. Auch die Bilanz der Faschingsparty fällt knapp aus: „Durchwachsen.“ Trotz der rückläufigen Zahl partywilliger Närrinnen und Narren will der Verein 2022 einen Ball organisieren: „Wir machen das so lange, bis wir draufzahlen. Es wäre fatal, es nicht zu tun, weil wir dann in Hallbergmoos gar nichts mehr haben“, stellt Henning fest. Der Ort verfüge über eine großartige „top Garde“ und die brauche eine Bühne: „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es wieder anzieht.“ Im Schaltjahr feiern die Kameraden, gemeinsam mit den Kollegen aus Attaching, am 29. Februar einen Grillabend: „Eine Super-G´schicht“, erinnert Thomas Henning das Team: „Wir hatten einen Menschenkicker, eine Riesengaudi und tagsüber einen Aktionstag „Feuerwehr in Aktion“ für die Jugendlichen.“ Zwar sehe es im Nachwuchsbereich gut aus, „aber wir müssen in die Zukunft planen“, mahnt Henning und fordert. „Wir müssen die Freiwillige Feuerwehr nach außen positiv darstellen. Wir dürfen nicht nachlassen und müssen dranbleiben, wollen aber zeigen, dass nicht alles ernst und steif sein muss.“ Die letzte Aktion schließlich ist das Bürgerschießen. Von 45 teilnehmenden Mannschaften stellen die Kameraden fünf.

„Wir müssen die Freiwillige Feuerwehr nach außen positiv darstellen. Wir dürfen nicht nachlassen und müssen dranbleiben, wollen aber zeigen, dass nicht alles ernst und steif sein muss.“

Thomas Henning, Erster Vorstand

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Klare Regeln für Lockerungen

Seither liegt das Vereinsleben mehr oder minder brach. Stolz sei Henning auf alle Aktiven und Mitglieder im Verein, die Pandemie habe dem Zusammenhalt keinen Abbruch getan: „Ich sehe das im Umgang miteinander. Es wird jeder wird hier mitgenommen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf. Das finde ich bewegend und es ist genau das, was uns als leistungsfähige Feuerwehr ausmacht.“ Auch anhand der Spendenbereitschaft, um die 65 Jahre alte Fahne ersetzen zu können, zeige, welchen Stand die Freiwillige Feuerwehr bei den Mitgliedern habe. Was 2022 anstehe, sei nicht absehbar: „Es gelten nach wie vor strenge Auflagen“, so Henning. Ein Schreiben vom 16. September aus dem Staatsministerium betone nach wie vor die ernste Situation. Für die Kameraden gilt weiterhin die 3G-Regel, um den Dienstbetrieb aufrecht halten zu können. Aber es reiche beispielsweise in geschlossenen Räumen eine medizinische Gesichtsmaske. „Trotzdem kommen wir nicht aus, uns an die Vorschriften zu halten, aber immerhin ist das Feuerwehrstüberl wieder nutzbar“, gibt Henning grünes Licht für geselliges Zusammensitzen.

Bewährtes Team bestätigt

Obwohl die Wahlperiode erst 2022 endet, will die Vorstandschaft die Wahlen wegen der Pandemiesituation vorziehen: „Wir können nicht abschätzen, was im Winter auf uns zukommen wird.“ Die Wahl bestätigt den gesamten Vorstand einstimmig: Erster Vorstand bleibt Thomas Henning, Zweiter Michael Kraus, als Schriftführer fungiert weiterhin Michael Kraus, als Erster und Zweiter Kassenwart Michael Scherr und Franz Weiß, und die Kassenprüfung obliegt, wie bisher, Bernhard Neumüller (Erster) und Ingo Gössel (Zweiter). Kurz vor Ende spricht Erwin Vogl mit einer Anregung wohl den meisten aus der Seele: „Wenn die Pandemie vorbei ist, wünsche ich mir ein Fest, damit wir alle wieder richtig zusammensitzen können.“ Thomas Henning antwortet begeistert: „Die Sporsau zahl´ ich!“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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