Gemeinsam in die Pedale getreten

Kategorie: Aus dem Rathaus

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13.431 Kilometer beim STADTRADELN – Hallbergmoos war drei Wochen lang auf zwei Rädern unterwegs

46 aktive Radlerinnen und Radler, fünf Teams, 775 Fahrten und am Ende 13.431 Kilometer: Drei Wochen lang sammelte Hallbergmoos beim STADTRADELN 2026 wieder Kilometer für die Gemeinde und den Klimaschutz. Vom 14. Juni bis 4. Juli galt dabei ein einfaches Prinzip: Jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer zählt – ganz gleich, ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkauf oder bei der längeren Tour am Wochenende.
Der Startschuss fiel am 14. Juni und wurde gleich mit einer gemeinsamen Aktion verbunden. Zur landkreisweiten Auftaktveranstaltung führte eine Sternfahrt nach Attenkirchen. Auch aus Hallbergmoos machte sich eine Gruppe auf den Weg. Mit dabei waren unter anderem 2. Bürgermeisterin Tanja Knieler, Gemeinderat Florian Rothmeyer, der ehemalige Gemeinderat Georg Förg sowie Mitglieder des Arbeitskreises Radverkehr. Ziel war die Grundschule in Attenkirchen, wo die Radler aus zahlreichen Kommunen des Landkreises zusammentrafen.
Damit bekam das STADTRADELN gleich zum Auftakt das, was die Aktion neben dem Klimaschutz ausmacht: gemeinsam unterwegs sein. Insgesamt beteiligten sich an der Sternfahrt neben Hallbergmoos unter anderem Attenkirchen, Eching, Haag, Langenbach, Mauern, Nandlstadt, Neufahrn, Rudelzhausen, Wolfersdorf und Zolling sowie Freising und Moosburg. Organisiert wurde die Aktion gemeinsam mit dem Landratsamt Freising, unterstützt vom ADFC-Kreisverband und den Agenda-Gruppen aus Freising und Moosburg.

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Nur wenige Tage später gab es die nächste Gelegenheit für eine gemeinsame Tour. Am 20. Juni lud die NordAllianz zu einer Sternfahrt nach Unterföhring ein. Ziel war dort das 40. Bürgerfest. Auch diese Tour war Teil des Hallbergmooser STADTRADELN-Programms.
Abseits der gemeinsamen Veranstaltungen hieß es für die Teilnehmer vor allem: Kilometer sammeln. Und davon kamen einige zusammen. Die 46 aktiven Hallbergmooser brachten es auf insgesamt 13.431 Kilometer. Das sind rechnerisch rund 292 Kilometer pro Teilnehmer innerhalb von drei Wochen. Insgesamt wurden 775 einzelne Fahrten eingetragen. Nach Berechnung der STADTRADELN-Plattform entspricht die Gesamtleistung einer Vermeidung von rund zwei Tonnen CO₂.
Dabei geht es beim STADTRADELN ausdrücklich nicht darum, nur möglichst lange sportliche Touren zu absolvieren. Gerade die vielen kleinen Alltagswege sind ein wichtiger Teil der Aktion. Mal schnell zum Bäcker, zum Sport, ins Rathaus oder zur Arbeit – wer dafür das Rad nimmt, sammelt ebenso Kilometer wie der ambitionierte Rennradfahrer bei seiner Wochenendrunde.
Für Hallbergmoos ist dieser Ansatz durchaus interessant. Innerhalb des Ortes sind viele Ziele mit dem Fahrrad gut erreichbar. Gleichzeitig sorgen Flughafen, Gewerbegebiete und Pendlerverkehr täglich für viel Verkehr. Natürlich lässt sich nicht jede Autofahrt durch das Fahrrad ersetzen. Aber gerade bei kürzeren Strecken zeigt sich, welches Potenzial das Rad als alltägliches Verkehrsmittel besitzt.

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Das STADTRADELN liefert der Gemeinde dabei sogar mehr als eine reine Kilometerstatistik. Wer die STADTRADELN-App verwendet, kann seine Strecken per GPS aufzeichnen. Die anonymisierten Daten werden anschließend wissenschaftlich ausgewertet. So lässt sich beispielsweise erkennen, auf welchen Strecken besonders viele Radler unterwegs sind, wo der Verkehrsfluss stockt oder wo längere Wartezeiten entstehen. Die Daten können damit auch Hinweise geben, an welchen Stellen Verbesserungen der Radinfrastruktur sinnvoll sein könnten.
Dass sich Hallbergmoos mit dem Thema Radverkehr beschäftigt, zeigt auch der eigene Arbeitskreis Radverkehr, der regelmäßig öffentlich tagt und Interessierte zur Teilnahme einlädt. Das STADTRADELN ist damit nicht nur eine dreiwöchige Aktion, sondern rückt auch die Frage in den Mittelpunkt, welche Rolle das Fahrrad künftig im örtlichen Verkehr spielen kann.
Bei aller Freude über die gefahrenen Kilometer zeigt die Bilanz allerdings auch noch Potenzial: 46 aktive Teilnehmer sind gemessen an der Einwohnerzahl Hallbergmoos‘ keine riesige Gruppe. Dafür waren diejenigen, die mitgemacht haben, ausgesprochen fleißig. Mehr als 13.000 Kilometer mit weniger als 50 aktiven Radlern können sich durchaus sehen lassen.
Nach drei Wochen standen schließlich 13.431 Kilometer und 775 Fahrten auf dem Hallbergmooser Konto. Noch wichtiger als die reine Zahl ist vielleicht die Erkenntnis dahinter: Es müssen nicht immer große Veränderungen sein. Manchmal reicht es schon, für den nächsten Weg den Autoschlüssel liegen zu lassen und stattdessen das Fahrrad aus der Garage zu holen.
Und vielleicht werden aus 46 aktiven Hallbergmooser Radlern im nächsten Jahr ein paar mehr.

Für Sie berichtete Mooskurier.
Foto: Gerald Förtsch

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