Geselliges Jahr – Feuerwehrverein Hallbergmoos blickt auf ein kurzweiliges Jahr der Jubiläen zurück

Kategorie: Vereine

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Ein unterhaltsamer Rückblick: Vorstand Thomas Henning bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos

Sie sind feuerfest, wenn es brennt und haben richtig Feuer unterm Allerwertesten: so könnte man den engen Zusammenhalt und das leidenschaftliche Engagement der Floriansjünger der Freiwilligen Feuerwehr Hallbergmoos auf den Punkt bringen.„Ich möchte die Beteiligung der Passiven und insbesondere der Aktiven hervorheben“, lobt Thomas Henning, Erster Vereinsvorstand bei der Jahreshauptversammlung die Mitglieder. Die sei in Zeiten mit steigenden Einsatzzahlen schließlich eine weitere Herausforderung, betont Henning: „Aber ihr seid immer dabei, wenn ich euch brauche und das zusätzlich zum aktiven Dienst, das zeichnet unsere Kameradschaft aus.“

Appell an die Vereine
Humorig fasst Henning das vergangene Jahr zusammen, das geprägt ist von Mehrarbeit, aber vor allem von viel mehr Spaß, obwohl nicht alles im grünen Bereich ist. Denn trotz aller Mühen zur Fire Night will 2019 der Funke nicht mehr explosionsartig auf potentielle Partyfreunde überspringen: „Wermutstropfen waren die sinkenden Besucherzahlen, ein Trend, der sich 2020 leider fortgesetzt hat.“ Grund genug Alarm zu schlagen. „Wir müssen uns zusammensetzen, auch mit den anderen Vereinen, das Gesellschaftsleben soll nicht sterben“, sagt Henning den Anwesenden, darunter der Bürgermeister Harald Reents, Josef Fischer (Dritter Bürgermeister) und Gemeinderätin Silvia Edfelder. „Wir müssen gemeinsam die Werbetrommel rühren“, fordert Henning, bevor er rundum gelungene Ereignisse ins Gedächtnis ruft.

 

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Festtage im Wochentakt
„Da ist noch jede Menge Luft nach oben, da müssen wir noch ein bisserl üben“, kommentiert Henning auch gleich leicht amüsiert das letztjährige Abschneiden beim Bürgerschießen der sechs angetretenen Mannschaften des Vereins. Wenn es um das gezielte Löschen eines Brandherdes geht, stehen die Kameraden ganz sicher nicht auf dem Schlauch. Aber mit einer Waffe über Kimme und Korn ein winziges Ziel anzupeilen, ist eine ganz andere Herausforderung. Da mag es der ein oder andere im Raum als göttliches Zeichen interpretieren, als Pfarrer Thomas Gruber in diesem Moment erscheint. Im Frühling kommt der Verein kaum dazu, das Festgewand zu wechseln. Neben dem Einzug des 30-jährigen Jubiläums der Hallberger Wiesn, dem Florianstag im Dom zu Freising und den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Gründungsfestes der Feuerwehr Attaching als Patenfeuerwehr, unterstützen die Kameraden die Freiwillige Feuerwehr in Massenhausen bei ihrem 125-jährigen Jubiläum. „Um der Not keinen Schwung zu lassen, sind wir dann nach St. Veit an der Glan in Kärnten und besiegelten mit den Kameraden dort die Partnerschaft“, arbeitet sich Henning durch das stramme Marathon-Festprogramm, das zu diesem Zeitpunkt gerade die Jahresmitte aufzeigt.

„Wir müssen uns zusammensetzen, auch mit
den anderen Vereinen, denn wir wollen nicht,
dass das Gesellschaftsleben stirbt.“

Thomas Henning, Vorstand Freiwillige Feuerwehr

Feste feiern, Teil II
Henning erinnert an die 43 Kilogramm schwere Sau, die ihr leckeres Ende auf dem neuen Grill des Vereins findet, bevor er den Kreisfeuerwehrtag, Fronleichnamszug und die Sonnwendfeier erwähnt: „Leider hat uns Petrus einen Strich mit einem Unwetter durch die Rechnung gemacht. Da müssten wir nochmal in Klausur mit Pfarrer Thomas Gruber gehen“, schaut Henning den Kirchenmann an. Trotzdem stellt er unmissverständlich fest: „Open Air heißt, wir müssen auch mit schlechtem Wetter rechnen. Wir stellen nicht mehr Zelte auf, sonst können wir gleich in den Bürgersaal gehen.“ Auch der Festtag zum 150-jährigen Jubiläum der Floriansjünger in Ismaning begeistert. „Eine schöne Geste der Bürger war, den Teilnehmern des Umzugs ein kühles Bier zu reichen.“ Außerdem habe es Freibier für einen Fauxpas gegeben: „Die Ismaninger haben unsere Namen falsch geschrieben und das, obwohl die Gemeinden nebeneinander liegen.“ Im Herbst zieht es den Verein nach Predazzo in Italien: „Dort haben wir 25 Jahre Partnerschaft gefeiert.“ Last but not least ist die Weihnachtsfeier krönender Party-Abschluss: „2019 hat erneut gezeigt, wie toll wir organisieren und zusammen feiern können“, schließt Henning, bevor er sich auf 2020 konzentriert.

Ein Feuerwehrler gibt niemals auf
Feste reloaded könnte der Titel lauten, zumindest vor dem Corona Shutdown. Denn es gibt bereits Anekdoten aus der Abteilung: „Die Feuerwehr lässt auch 2020 nichts anbrennen.“ Zum Grillfest mit einem „Menschenkicker“ am 29. Februar sei die Taktik perfekt aufgegangen. „Zuerst haben wir die Attachinger gewinnen lassen, dann sind sie übermütig geworden und haben um ein Fassl gewettet“, berichtet Henning: „Wir haben 10:4 gewonnen, das Fassl gehört uns“, lächelt er schelmisch. „Weil sie dann aber feucht in den Augen geworden sind, haben wir beschlossen, es gemeinsam zu vernichten.“ Abends sei es dann fast zu einem waschechten „Leberkas-Gate“, gekommen: „Wir haben vier 2,5 Kilogramm Teile bestellt, ich hab extra gefragt, wenn wir um 19.30 Uhr essen wollen, ob das passt, sie um 18.30 Uhr abholen.“ Als Henning pünktlich für den Transport aufschlägt, wachsen dem sonst eher Unerschütterlichen zunächst Angstpusteln auf der Stirn: „Sie waren unfertig!“ Doch ein Feuerwehrler wächst bekanntlich mit den Aufgaben: „Aufregen bringt ja nichts, ändert nichts an der Situation“, so Thomas Henning: „Mit vereinten Kräften und Plan B konnten alle genau zwei Stunden und zehn Minuten später essen. Wir sind also auch am Herd improvisationsstark.“

 

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Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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