Bürgermeister Benjamin Henn (ganz links) verabschiedet Gemeinderatsmitglieder. V.l.n.r. Rudi Zeilhofer, Stefan Rentz, Alexandra Schneider, Andrea Holzmann, Wolfgang Reiland, Helmut Ecker und Heinrich Lemer.
Spuren, die bleiben
Ein offenes und empathisches Ohr für die Anliegen der Menschen im Ort und deren Sorgen und Fragen ohne Vorbehalte ernstnehmen und Integrität, zählen wohl zu den wichtigsten Eigenschaften, die ein Gemeinderat benötigt. Dazu kommt die Bereitschaft viel Zeit und Geduld in politische Auseinandersetzungen zu investieren. Wer sich auf kommunale Ebene engagiert, hat es direkt mit seinen Mitbürgern zu tun und beeinflusst die Entwicklung seines Lebensumfelds, egal ob es sich um die Sanierung des örtlichen Schulgebäudes handelt oder die Erschließung eines neuen Gewerbegebiets. Um die besten Entscheidungen für den Ort finden zu können, sind statt strenges Vorgehen nach Parteibuch eher pragmatische Sachpolitik gefordert. Wer das Amt antritt, bleibt oft über einen langen Zeitraum und wer dann irgendwann ausscheidet, hinterlässt sichtbare Spuren.
Ein Urgestein sagt Servus
In Hallbergmoos verabschieden sich, teilweise nach vielen Jahren, sieben Ratsmitglieder. Es ist eine kleine Feier aller aktuellen und scheidenden Gemeinderäte und deren Partner, zu der Bürgermeister Benjamin Henn ins Lookout (SURFTOWN) einlädt. Die Atmosphäre ist locker, die Gespräche über alle Parteigrenzen hinweg entspannt. Nach beinahe 30 Jahren gehört Helmut Ecker dem neuen Gemeinderat nicht mehr an. Der ehemalige Fraktionssprecher der Einigkeit, Vertreter im Zweckverband und Erholungsflächenverein und einstiges Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses, beendet seine Laufbahn als zweiter Bürgermeister: „In den vergangen sechs Jahren hat Helmut Ecker in dieser Funktion viele Termine wahrgenommen, viel für unsere Gemeinde geleistet und mir den Rücken freigehalten“, würdigt Bürgermeister Benjamin dessen Engagement.
Allrounder im Dienst der Gemeinde
Rudolf Zeilhofer gehört erstmals dem Gemeinderat 1998 bis 2002 an. 2008 beginnt seine zweite Karriere. Zeilhofer leistet in seiner Zeit wertvolle Beiträge als Mitglied im Bau und Planungsausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und als Vertreter im Landschaftspflegeverband und Erholungsflächenverein: „Rudi Zeilhofer war einer der längsten im Gemeinderat. Was ich besonders schätze, ist seine Herzlichkeit. Seine Stimme hatte immer Gewicht. Vor allem stand er immer dort mit einer helfenden Hand parat, wenn etwas gemacht werden musste“, lobt Henn. Auf 24 Jahre im Gemeinderat bringt es Heinrich „Heini“ Lemer, der sich in seiner Zeit in verschiedenen Bau- und Planungsgremien einbringt, bis 2020 auch als Sportreferent. Henn hat zu Lemer eine besondere Verbindung: „Er ist derjenige, der mich nach Hallbergmoos geholt hat, denn er rief Arno Hartung von der Olympiapark GmbH an und fragte, ob er jemanden kenne. Dort habe ich damals gearbeitet.“ Der Rest sei Geschichte, so Henn: „Ich bin ihm persönlich sehr dankbar. Seine Expertise im sportlichen Bereich und seine Menschlichkeit finde ich wunderbar.“ Genauso würdigt er das langjährige und akribische Schaffen von Wolfgang Reiland als einstigen Fraktionssprecher der Einigkeit, Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschuss, Mitglied des Bau- und Planungsausschusses und Leiter des Arbeitskreises Goldachpark und Korruptionsbeauftragter.
Kultur, Wissen und Herz
Nach einer Amtsperiode scheidet die ehemalige Referentin für Kultur und Erwachsenenbildung aus: „Andrea hat sich immer sehr für ihren Themenbereich eingesetzt und viel dafür getan Kultur in Hallbergmoos voranzubringen.“ Ebenso nicht mehr dabei ist Stefan Rentz. Das ehemalige Mitglied im Bau- und Planungsausschuss, in der Arbeitsgruppe Dornierstraße Süd mir Funktionen im Zweckverband Wasserversorgung Freising-Süd, sei jemand, dessen gute Expertise im Rat sich jeder „nur wünschen“ könne, betont Henn: „Er war direkt und gezielt, wenn er auf Vor- und Nachteile eines Projekts hingewiesen hat. Beeindruckend sind seine Herzlichkeit und dass er immer etwas Positives gesehen hat.“ Auch zu Alexandra Schneider hat Henn eine besondere Verbindung: „Ich schätze sie als Person sehr, sie hat viel Positives auf der Sachebene beigetragen.“
Für Sie berichtete Manuela Praxl.





















