Kultusminister Piazolo stellt sich schwieriger Diskussion – Michael Piazolo, Benno Zierer, Helmut Petz und Thomas Henning im Gespräch mit Bürgern

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v.l.n.r.: Landratskandidat Helmut Petz, Kultusminister Michael Piazolo, Bürgermeisterkandidat Thomas Henning, 3. Bürgermeister Josef Fischer und MdL Benno Zierer

Knapp 45 Minuten nimmt sich Kultusminister Michael Piazolo für die Freien Wähler im Hotel Soller Zeit, um sie im Wahlkampf zu unterstützen. „Sie fragen – wir antworten“ heißt es auf der Einladung. Aktuelle politische Themen sollen zur Sprache kommen. Doch so lange Piazolo da ist, dominiert ein Thema: „Die eben vorgelegte Marschroute des Kultusministers, um den Lehrermangel in den Griff zu bekommen.“ Bis zu 1.400 Lehrkräfte fehlen in Bayern im kommenden Schuljahr in den Grund-, Mittel- und Förderschulen. Unter anderem sollen die (meist) Lehrerinnen statt bisher 28 Schulstunden 29 pro Woche arbeiten. Dafür gibt es eine Gutschrift auf dem Arbeitszeitkonto und in einigen Jahren Geld, so der Plan: „Warum werden wir nicht jetzt aus dem laufenden Haushalt bezahlt?“, kommt es aus den Reihen der Grundschullehrerinnen. „Wir sehen die Notwendigkeit, einspringen zu müssen, aber wollen mehr entlastende Maßnahmen“, fordern sie. „3.000 Beförderungen stehen als Entlastungsmaßnahme fest“, meint Michael Piazolo und führt weiter aus: „Dazu reduzieren wir unter anderem Zeugnisse auf eine Seite, es wird weniger Proben geben und wir werden Drittmittelkräfte einstellen.“ Für die Lehrinnen hingegen sieht Entlastung anders aus, wie eine kurzfristige Online-Umfrage ergibt: „In 24 Stunden haben etwa 15 Prozent der 5.000 Lehrkräfte teilgenommen. Sie zeigt eine Bereitschaft zu Mehrarbeit bei höherer A13 Eingangsbesoldung.“ Generell fehle vor allem die Wertschätzung für den Beruf, so die Lehrerinnen. Das will der Kultusminister nicht stehen lassen. Auch MdL Benno Zierer (FW) glaubt nicht an fehlende Achtung. Josef Eschlwech, Rektor der Grundschule in Neufahrn, unterstützt Piazolo: „Sie müssen ausbaden, was Ihre Vorgänger ihnen eingebrockt haben.“ Trotzdem sieht er die vorgesehene Altersteilzeit von 65 Jahren kritisch: „Das halten einige nicht durch.“

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No way – keine dritte Startbahn

Nachdem Piazolo terminbedingt die Diskussion verlassen muss, geht Landratskandidat Helmut Petz auf die jüngsten Anfeindungen „kein verlässlicher Partner“ zu sein und sich der CSU „angebiedert“ zu haben, ein: „Keine dritte Startbahn. No way auf gut bayrisch, da wird nix draus mit uns, außerdem wollen wir Feinstaubmessungen.“ Dennoch sei politischer Widerstand weiterhin wichtig, da die FMG argumentiere, zu bestimmten Tageszeiten mehr Passagiere zu haben als Slots zur Verfügung stehen. Bezahlbares Wohnen ist ebenfalls in seinem Fokus: „Wenn bauen, dann in erster Linie für die Menschen, die immer schon da sind, damit sie vernünftig leben können und ortsansässiges Gewerbe zu seinem Recht kommt“.
Auch Bürgermeisterkandidat Thomas Henning liegt das Thema am Herzen: „Sozial verträglichen Wohnungsbau aufzubauen, da steht die Gemeinde gerade in der Machbarkeit ihrer finanziellen Mittel in der Pflicht das umzusetzen.“ Henning betont: „In den letzten sechs Jahren ist viel passiert und umgesetzt worden“, kritisiert aber: „Das sind alles Dinge, die in den vorherigen Sitzungsperioden angeschoben und beschlossen wurden. Visionen wurden nicht umgesetzt.“ Es habe Jahre gedauert, bis sich im Wohnungsbau etwas getan habe, bemängelt Henning, genauso vermisse er ein „substantielles Parkraumkonzept“: „Inzwischen werden die Kleintransporter von einem Wohngebiet ins andere geschoben“, beanstandet der Bürgermeisterkandidat. Generell habe Hallbergmoos ein Problem damit, Visionen anzudenken und umzusetzen. „Wir haben mit 62 Millionen viel zu viel Geld auf der hohen Kante. Was bringt das den Bürgern?“, fragt Henning und verlangt: „Wir dürfen uns nicht zu Tode verwalten, wir müssen Dinge zeitnah umsetzen.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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