Jahreshauptversammlung von Bündnis 90/Die Grünen OV Hallbergmoos

Kategorie: Parteien

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V.l.n.r.: Nach der Wahl mit Johannes Becher (MdL), Ortssprecher Sabina Brosch und Erwin Grießer, Beisitzerin Angelika Knebel und Kassier Thomas Küppers

 

Erwin Grießer und Sabina Brosch neue Ortssprecher

Vor den Wahlen auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands der Grünen am Mittwoch, 23. September 2020 erklärt Robert Wäger: „Ich trete nicht mehr an, ich werde mich zukünftig verstärkt um meine Aufgaben im Gemeinde- und Kreisrat und als zweiter Stellvertreter des Landrats kümmern.“ Anders als Sabina Brosch, die ihre Arbeit als Ortsprecherin „gerne weiterführen würde, auch in Kombination mit meinem Gemeinderatsmandat. Mir liegt vor allem die Baugenossenschaft am Herzen.“ Die anschließende Wahl bestätigt einstimmig ihre Wiederwahl und Erwin Grießer als neuen Ortssprecher. Der 56-jährige IT-Unternehmer, dreifache Vater und Großvater, lebt seit 10 Jahren in Hallbergmoos und setzt seinen politischen Fokus darauf, sich intensiv auf Klimaveränderungen vorzubereiten. Mit Thomas Küppers als neuen Kassier, den Beisitzerinnen Alexandra Gebhard und Angelika Knebel ist das neue Vorstands-Quintett komplett. Gast Leon Eckart, Echings Dritter Bürgermeister und Kommunalreferent, fungiert nicht nur als Wahlleiter des Abends, sondern betreibt Eigenwerbung: „Ich möchte gerne nächstes Jahr für den Kreis zur Bundestagswahl antreten.“

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Erste Anträge gestellt

Sabina Brosch blickt noch einmal zurück auf die Wahl im März und stellt fest, „dass bestimmte andere Parteien ein anderes demokratisches Grundverständnis“ und auch „einen anderen Umgang in Bezug auf die Wertschätzung von Gemeinderatsmitgliedern“ hätten. Erfreulicherweise habe die mit 21 Jahren jüngste Gemeinderätin und Studentin Alexandra Gebhard direkt einen Antrag zum „Sicheren Hafen“ eingebracht. „Moria war noch gar kein Thema, da haben wir bereits gesagt, dass Hallbergmoos bereit ist, 20 Personen aufzunehmen, die bei uns Hilfe bekommen. Gleich der erste Antrag in der neuen Sitzungsperiode war demnach von Erfolg gekrönt“, freut sich die Ortssprecherin. Weitere Anträge seien ebenfalls eingebracht, resümiert Brosch: „CO²-Ampeln in Schulen, 1,5m Abstandsschildern für den Radverkehr und dass Hallbergmoos eine Fair Trade-Kommune wird.“

Klare Forderungen

Auch Robert Wägers Bilanz zum Kreistag fällt positiv aus: „Wir waren mit etwas über 20 Prozent äußerst erfolgreich, sind zweitstärkste Fraktion im Kreistag mit 15 Mitgliedern.“ Zwar sei die stärkste Fraktion die CSU: „Die musste aber deutlich Federn lassen und ist jetzt bei 18, die Freien Wähler sind mit 14 hinter uns.“ Die Zusammenarbeit mit dem neuen Landrat Helmut Petz (Freie Wähler) laufe sehr gut: „Ich habe das Gefühl, dass er die sechs Jahre nutzen will, um etwas zu bewegen. Er versucht, alle einzubinden, was nicht immer einfach ist.“ Denn ein Umstand gestalte sich herausfordernd: „Neu ist die AfD mit vier Leuten, das verändert manche Sachen. Was früher ein wenig lockerer war, ist zum Teil nun ernster.“ Für Wäger sind vor allem Fahrrad- und Radschnellweg ein besonderes Thema. Zudem fordert er „Wir müssen uns ehrlich machen“ in Bezug auf die erklärten Klimaziele. „Wir wollten bis 2035 klimatisch autark sein. In den letzten acht Jahren ist quasi nichts passiert“, klagt Wäger. „Um das zu schaffen, werden wir massiv Fotovoltaik und Windkraft ausbauen müssen.“

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Geplante Eventhalle

MdL (Mitglied des Landtags) Johannes „Jojo“ Becher spricht schließlich noch ein „Aufregerthema“ an: eine geplante Eventhalle, die als multifunktionales Tagungs- und Kongresszentrum, mit rund 40 Sälen, Platz für 20.000 Leute biete, dazu Parkplatz und Hotel. „Nach einigen Gerüchten habe ich einen Antrag an die Staatsregierung gestellt. Ich wollte wissen, was genau geplant sei, wie es baurechtlich ausschaut und welche Auswirkungen das auf die Region hat“, erzählt Becher. Mit der recht „nichtsagenden Antwort“ erhält Becher ein internes achtseitiges Dossier des Finanzministeriums, das er auf seiner Homepage veröffentlicht: „Es steht nicht so viel drin, was geheimhaltungswürdig ist. Die Vision ist, große Konzerte und Kongresse zu veranstalten“, so Becher. „Hallbergmoos plant meines Wissens auch eine Eventlocation, „Die Welle“. Aus meiner Sicht besteht hier eine erhebliche Konkurrenzsituation, auch zur Olympiahalle und Messe München.“ Nach Becher agiere das Finanzministerium völlig intransparent, baurechtlich sei das Projekt äußerst fragwürdig: „Es kann nicht sein, dass eine Eventhalle über die Krücke Flughafen genehmigt wird.“ Ortssprecherin Sabrina Brosch hält es für wichtig, als Kommune eindeutig Stellung zu beziehen: „Stichwort „Welle“: Dort sind Tagungsräume geplant. Da sägt man sich unter Umständen den eigenen Ast ab, auf dem man sitzt.“

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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