Die Jahreshauptversammlung der Freien Wähler im Alten Wirt
Hallbergmoos hat Priorität
„Die Kontroversen in den Medien um Hubert Aiwanger haben uns nicht kalt gelassen“, liest Benjamin Henn die Rede von Andreas Junghans (erster Vorstand der Freien Wähler Hallbergmoos-Goldach) vir. Krankheitsbedingt fehlt dieser auf der Jahreshauptversammlung im Alten Wirt. Als Konsens wolle sich die kommunale Gruppierung auf die eigene Gemeinde konzentrieren. „Wir können von einer starken Freien Wähler Fraktion im Landtag profitieren, richten unser Handeln als freie Wählergemeinschaft aber nicht daran aus“, so Junghans´. „Selbstverständlich stehen wir geschlossen gegen ein weiteres Erstarken der AfD. Wir stellen uns klar gegen deren problematische Ansichten, weil der Mensch für unser Handeln im Mittelpunkt steht. Unabhängig von Hautfarbe, Konfession und geografischer Herkunft.“
Neuer Vorstand bringt Schwung
Junghans stellt vor allem auch die vielfältige Weiterentwicklung des Vereins fest. Der Generationswechsel gleich mehrerer Vorstandsmitglieder, habe jüngere Mitglieder an die Spitze gebracht, die neuen Themen gegenüber offen seien: „Wir Alten haben an mancher Stelle den Fokus verloren, welche Themen für junger Familien attraktiv sind“, zeigt sich Junghans selbstkritisch: „Dieser Übergang ist ein gutes Zeichen und trägt zur zukünftigen Entwicklung der Freien Wähler in der Gemeinde bei. Die neuen Vorstände haben frischen Wind, neue Ideen und andere Perspektiven mit sich gebracht.“ Für die Zukunft fordert Junghans mehr Einsatz der Mitglieder bei eigenen Veranstaltungen: „Wir werden in der Öffentlichkeit nicht sonderlich wahrgenommen. Das merken wir in der Resonanz zu unseren Veranstaltungen. Unterstützt die Aktivitäten und bringt junge Leute mit.“
Gürtel enger schnallen
Thomas Henning informiert im Anschluss über einige Themen aus dem Gemeinderat. Beispielsweise über den Einbruch von Steuereinnahmen. „Uns wird Ende des Jahres einer der wichtigsten Steuerzahler verlassen, aber das war abzusehen. Wir befürchten, dass die Steuereinnahmen noch weiter einbrechen.“ Aus diesem Grund befürworte Henning die Kosten zu senken. Insbesondere müsse sich der Gemeinderat die freiwilligen Leistungen anschauen. Gleichzeitig kommen auf die Gemeinde größere Summen zu, erläutert Henning: „Wir haben inzwischen ein super Team im Rathaus, das sich dem Gebäudemanagement angenommen haben. Das hat dazu geführt, das sie undichte Dächer gefunden haben und es gibt Heizungsprobleme Wir müssen im Gemeinderat entscheiden, um zu priorisieren.“ Außerdem fehle noch der Wärmebedarfsplan für die Gemeinde und es bestehe großer Nachholbedarf hinsichtlich der Kindergartensituation: „Wir werden Plätze brauchen, was ja einerseits schön ist, weil wir junge Gesichter bekommen und die Gemeinde wächst, andererseits ist es für die Gemeinde ein finanzieller Kraftakt“, so Henning.
Welle ein Gewinn für die Gemeinde
Positiv hingegen sei die „Welle“. „Ich weiß, dass sie kontrovers diskutiert wird, aber ich glaube, dass das die Gemeinde national und international bekannter macht. Wir müssen aufgeschlossen sein“, appelliert Henning und verweist auf die Hotels. „Sie können die Eröffnung kaum mehr erwarten, weil es für sie ein Wahnsinns-Aufschwung ist, da ist Aufbruchsstimmung. Wir heben uns damit massiv von anderen Gewerbegebieten ab. Ich hoffe, dass das innovative Firmen anzieht und wir so langfristig unsere Gewerbesteuer stabilisieren können.“
Fokus auf die Bürger
Auf Nachfragen gibt Henning noch einen Überblick zum Stand der geplanten Photovoltaikanlagen. Das Genehmigungsverfahren der kleineren mit rund 18 Hektar, in Höhe der OMV Tankstelle entlang der S-Bahn-Trasse sei seines „Wissens soweit durch.“ Im Gegensatz zur 24 Hektar-Anlage mit zusätzlichen drei Hektar, die einen Servicepoint für E-Mobilität, Lager und Umschlagplätze für den Investor vorsehen. „Anfang der 1980er Jahre wurde das auf Drängen der Gemeinde wegen des geplanten Flughafens Landschaftsschutzgebiet, um ihn vorsichtshalber in Grenzen zu weisen. Heute sieht das ja ganz anders aus“, so Henning. „Da scheiden sich die Geister zwischen den Freien Wählern Hallbergmoos-Goldach und unserem Landrat Helmut Petz, aber das dürfen wir auch, wir sind den Bürgern verpflichtet.“
„Da scheiden sich die Geister zwischen den Freien Wählern Hallbergmoos-Goldach und unserem Landrat Helmut Petz, aber das dürfen wir auch, wir sind den Bürgern verpflichtet.“
„Ich weiß dass sie kontrovers diskutiert wird, aber ich glaube, dass das die Gemeinde national und international bekannter macht. Wir müssen aufgeschlossen sein“,
Thomas Henning, Gemeinderat.
„Die Kontroversen in den Medien um Hubert Aiwanger haben uns nicht kalt gelassen“,
Wir können von einer starken Freien Wähler Fraktion im Landtag profitieren, richten unser Handeln als freie Wählergemeinschaft aber nicht daran aus“ ,
Andreas Junghans, erster Vorstand der Freien Wähler Hallbergmoos-Goldach.
Für Sie berichtete Manuela Praxl.








