Auch das heiße Sommerwetter konnte ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen. Am 27.06.26 legten insgesamt 17 Prüflinge erfolgreich die Prüfung zum nächsten Farbgurt (Kyu) ab. Bereits um 8.00 Uhr – vor der großen Hitze – starteten die Karatekas alle zusammen in die Prüfung. Sowohl Anfänger mit dem Weißgurt, die ihre erste Prüfung ablegten, als auch erfahrene Karate-Sportler mit dem Rotgurt waren unter den Teilnehmenden, die Altersspanne reichte von 7 bis 50 Jahre.
Der erfahrene Prüfer Florian Fendt (3. DAN) ließ sich das gesamte Spektrum des Kempo-Karates zeigen. Er staunte dabei nicht schlecht, welche Fortschritte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer seit der letzten Prüfung gemacht hatten.
Neben den Grundsäulen des Karates Grundschule (Kihon), Schattenkampf (Kata) und Zweikampf/Partnertraining (Kumite) ist auch das Mattentraining mit der realistischen Selbstverteidigung (Goshin) von großer Bedeutung. Dabei wollte der Prüfer auch die entscheidenden Unterschiede zwischen dem traditionellen Karate und der realistischen Selbstverteidigung wissen, was er auch am Bild eines Karate-Tempels visualisierte. Weiter ist die Werteerziehung sowohl im Training als auch in der Prüfung von großer Bedeutung. Nach zweieinhalb Stunden hatten die Anfänger bereits bestanden, Weiß-, Gelb- und Orangegurte wurden zusammen mit Urkunden vom Prüfer überreicht.
Drei weitere Stunden hatten die Fortgeschrittenen zu schwitzen. Neben dem Kennen der Techniken gehört bei den höher Graduierten auch die ansprechende Demonstration der teils komplexen Techniken unter Körperspannung und dem passenden Ausdruck zum Prüfungsprogramm. Fendt war begeistert, alle Prüflinge konnten ihn mehr als überzeugen. So wurden als höchste Gürtel auch zweimal der Braungurt verliehen.
Trotzdem besteht stets Verbesserungspotential, denn nach der Prüfung ist vor der Prüfung – man lernt nie aus. Die realistische Selbstverteidigung muss zukünftig noch mehr trainiert werden, sodass im Ernstfall effektiv und mit voller Härte, aber auch verhältnismäßig, gehandelt werden könnte.
Wer Karate selbst kennenlernen möchte, ist herzlich
zu einem kostenlosen Probetraining eingeladen.
Infos:
www.karate-hallbergmoos.de
Für Sie berichtete Mooskurier.











